Nächster Meilenstein im Glückstein-Quartier: Diringer & Scheidel beginnt mit Arbeiten auf Baufeld 3

Blick von Lokschuppen und Werkstattgebäude aus auf LIV.Mannheim
Blick von Lokschuppen und Werkstattgebäude aus auf LIV.Mannheim

Bis Sommer 2021 entsteht Büro- und Wohnensemble nach Plänen von Schmucker und Partner

Die städtebauliche Entwicklung des Glückstein-Quartiers schreitet mit großen Schritten voran:
Dieser Tage beginnt der Aushub der Baugrube auf Baufeld 3, das sich direkt neben dem
historischen Lokschuppen-Ensemble befindet. Derzeit sind vorbereitende Erdarbeiten und
Leitungsverlegungen im Gange.

Unter dem Projektnamen LIV. Mannheim baut Diringer & Scheidel bis Sommer 2021 nach Plänen
des Architekturbüros Schmucker und Partner auf der zur Südtangente zugewandten Seite ein
sechsgeschossiges L-förmiges Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 8.600 Quadratmetern.
Direkt daneben in Richtung Glückstein-Park angeordnet und durch das Bürogebäude abgeschirmt,
entsteht spiegelverkehrt dazu ein ebenfalls sechsgeschossiges L-förmiges Wohngebäude. Ebenso
sind eine Tiefgarage, kleinflächiger Einzelhandel sowie ein teilöffentlicher Vorplatz mit Baumhain
und ein hofartiger Innenbereich Teil des Projektes auf Baufeld 3.

Die Diringer & Scheidel Wohn- und Gewerbebau GmbH war 2018 gemeinsam mit dem
Architekturbüro Schmucker als Gewinner eines anonymen kombinierten Architekten- und
Investorenwettbewerbes für das Baufeld 3 hervorgegangen. Maßgeblich dafür war der Verzicht auf
eine vollständige Bebauung zugunsten eines begrünten Platzes. Im Gegensatz zu den anderen
Gebäuden entlang der Südtangente werden die Gebäude auf Baufeld 3 keinen Hochturm haben.

Wirtschaftsförderung hat Grundstücke im Glückstein-Quartier nahezu komplett vermarktet

Die Entwicklung des Glückstein-Quartiers ist eine der bedeutendsten städtebaulichen Projekte der
Stadt Mannheim in den vergangenen zwei Dekaden. In mehreren Abschnitten entsteht ein neues
Quartier mit knapp 170.000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche zur Nutzung als Büroraum und
weiteren 90.000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche für Wohnzwecke. Insgesamt entstehen etwa
4.600 Arbeitsplätze und rund 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner sollen in dem Quartier ein
attraktives Zuhause finden. Die Vermarktung der Flächen verantwortet der Fachbereich für
Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim.

„Das Interesse am Glückstein-Quartier ist groß. Mehr als achtzig Prozent der Flächen sind bereits
verkauft. Wir gehen davon aus, dass die Vermarktung 2021 abgeschlossen sein wird. Im Ergebnis
werden bis zu seiner Fertigstellung Investitionen in einer Größenordnung von bis zu einer Milliarde
Euro in das Areal südlich des Hauptbahnhofs fließen – ein deutlicher Beleg für die Attraktivität des
Glückstein-Quartiers“, betont Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch.

Auf der Achse zwischen Glückstein Allee und B 36 laufen derzeit die Bauarbeiten auf Hochtouren.
Auf der Zielgerade befindet sich der Bau des Büro- und Hotelgebäudes der SSN Group auf dem
Grundstück direkt am Südeingang des Hauptbahnhofs. Dessen Fertigstellung ist für Ende 2019
avisiert. Wo heute eine provisorische Rampe zu den Bahnsteigen führt, soll die Reisenden künftig
ein attraktives Zugangsgebäude mit Läden, Cafés und einem Fahrradparkhaus empfangen. Der
Lindenhofplatz als zentraler Punkt des Glückstein-Quartiers wird neugestaltet. Sobald die
Verlängerung der Glücksteinallee bis Höhe Victoria-Hochhaus abgeschlossen ist, werden hier ab
Herbst 2019 die Arbeiten beginnen. Einige hundert Meter weiter wachsen rechts und links der
Landteilstraße gleich zwei Rohbauten in die Höhe: Zum einen entsteht hier das neue Technische
Rathaus, das ab Frühjahr 2021 als neuer Verwaltungssitz für rund 700 städtische Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter dienen wird, zum anderen gegenüber das „Quartier Hoch 4“ der SV Sparkassen
Versicherung mit einem Wohn- Bürogebäude mit einem 13-geschossigen prägnanten Büroturm.
Auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptfeuerwache startet die Familienheim-Rhein-Neckar eG
noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Verwaltungs- und Wohnkomplexes. Für dieses Baufeld
laufen aktuell ebenso Überlegungen zur Einrichtung eines Kinderbetreuungsangebots. Während im
denkmalgeschützten ehemaligen Lokschuppen bereits die Firma Krücken Organic und das Büro
Jarcke Architekten eingezogen sind, ist die Sanierung des ehemaligen Werkstattgebäudes, die mit
einem Ableger der Burger-Kette „Hans im Glück“ auch Gastronomie beherbergen wird, in vollem
Gang.

Lediglich zwei Baufelder im Glückstein-Quartier sind aktuell noch nicht vergeben. Für das Baufeld
13 am zukünftigen Stadtteilentree führt der Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung
derzeit Gespräche mit einem Unternehmen, welches seinen Sitz dorthin verlegen möchte. Das
Baufeld 2 soll noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden.