Glückstein-Quartier ist gefragter Wohn- und Gewerbestandort

Arbeiten zum neuen Lindenhofplatz sollen im Frühsommer 2020 beginnen

Büro-, Wohngebäude und Grünflächen: Das Glückstein-Quartier wächst und entwickelt sich stetig.FOTO: DIRK JÜNGER
Büro-, Wohngebäude und Grünflächen: Das Glückstein-Quartier wächst und entwickelt sich stetig.FOTO: DIRK JÜNGER

Das Glückstein-Quartier hat im zurückliegenden Jahr weiter an Profil gewonnen und die Infrastruktur im neuen Wohn- und Geschäftsviertel hat sich deutlich entwickelt. Mit der Fertigstellung der neuen Glücksteinallee im August war die Zeit der Umleitungen für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und den motorisierten Verkehr beendet. Ab diesem Zeitpunkt war auch das im Februar 2019 eröffnete „Mobilitätshaus“ mit seinen rund 600 Parkplätzen auf direktem Weg erreichbar. Das ist ein Parkhaus der neuen Generation, das neben barrierefreien Pkw-Parkplätzen auch Elektroladestationen sowie Abstellplätze für Fahrräder vorsieht. Seit Inbetriebnahme der Buslinie 65 im November 2019 ist das neue Stadtquartier auch für ÖPNV-Nutzende attraktiv. Die neue Liniefährt im 20-Minutentakt ab Haltestelle Popakademie über Schloss und Glücksteinallee bis zur Hochschule-West. Da diese Verbindung deckungsgleich mit der Linie 60 ist, wird an Werktagen im stark frequentierten Bereich zwischen den Stadtteilen Jungbusch und Lindenhof in Zehn-Minuten-Takt erreicht. Zugleich erschließt die Linie 65 das Glückstein-Quartier selbst in wenigen Minuten.

Seit November belebt die Gastronomie im ehemaligen Werkstattgebäude des denkmalgeschützten  Lokschuppen-Ensembles  das Quartier und wird im Sommer auch Außenbewirtung anbieten. Den Gästen stehen 50 Tiefgaragenplätze zur Verfügung. Auf dem benachbarten Baufeld 3 begann der Bauunternehmer Diringer & Scheidel im Juli 2019 mit den Aushubarbeiten für den Büro- und Wohnkomplex I LIVE. Neben dem Büro- und Wohngebäude entsteht auf diesem Grundstück bis Sommer 2021 ein begrünter Platz, der teilweise öffentlich zugänglich sein wird. „Die Wettbewerbsergebnisse für die Baufelder im Glückstein-Quartier hatten die hohe Qualität der Bebauung und der Freiräume schon erahnen lassen. Blickt man heute zurück, zeigt sich, dass durch die große Sorgfaltund den langen Atem in Mannheim ein Ergebnis von besonderer Qualität gelungen ist. Auf einstigen Bahnbrachen ist ein attraktives neues Stück Stadt entstanden. In bester Lage schaffen wir mit rund 750 Wohneinheiten für rund 1.500 Menschen und rund 4.600 neuen Arbeitsplätzen eine erstklassige Vernetzung zum Bestandsquartier“, so Baubürgermeister Lothar Quast.

„Die Flächen im Glückstein-Quartier sind nahezu komplett vermarktet. Schon jetzt zeichnet sich ab: Die ausgewogene Mischung aus Büros, hochwertigem Wohnraum und Grünflächen macht das Glückstein-Quartier gemeinsam mit dem Stadtteil Lindenhof zu einem der attraktivsten Wohn- und Gewerbestandorte Mannheims“, beschreibt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch die Entwicklung. Auch im neuen Jahr werden sich die Kräne weiterdrehen, um einige Großprojekte abzuschließen und andere zu beginnen. Die Fertigstellung des Büro- und Hotelgebäudes No. 1 ist für den 1. April geplant. Ab diesem Zeitpunkt können die Mieterinnen und Mieter – eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Unternehmensberatung sowie ein E-Commerce-Unternehmen – einziehen. Die Übergabe des Hotelteils ist für Mitte April vorgesehen. Unübersehbar ist auch der Baufortschritt auf Baufeld 4, wo ein Wohn- und Bürogebäude entsteht. Im Frühsommer sollen die Bauarbeiten für den neuen Lindenhofplatz als repräsentatives Stadtteil-Entree starten. Im Laufe des zweiten Halbjahres wird mit der Errichtung des neuen Zugangsgebäudes zum Südeingang des Hauptbahnhofs einschließlich Fahrradparkhaus begonnen. Auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptfeuerwache direkt am Lindenhofplatz wird neben Wohnungen und Büros auch eine Kindertagesstätte mit 80 Plätzen in zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen entstehen. Die Stadt fördert die von der Familienheim Rhein-Neckar eG gebaute Einrichtung mit insgesamt 1,65 Millionen Euro. Als Träger ist die Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH vorgesehen. Das Mafinex-Technologiezentrum wird die Standortbedingungen für Existenzgründungen weiter optimieren und ebenfalls in diesem Jahr mit den Arbeiten für den fünfgeschossigen Erweiterungsbau beginnen. Auch am Baufeld 1 wird weiter geplant, wo mit der LOKSITE-Immobilie mit über 24.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche das größte Bürogebäude im Glückstein-Quartier entstehen wird. Fertigstellung und Übergabe an die Mieterinnen und Mieter werden voraussichtlich im zweiten und dritten Quartal 2023 erfolgen.|