Nachhaltigkeit

Zukunftsweisende Klimaschutzstandards

Auch aus ökologischer Sicht ist das Projekt richtungsweisend. Es werden keine neuen Flächen versiegelt, sondern ehemalige Bahn- und Industrieflächen revitalisiert. Belastete Böden werden fachgerecht entsorgt. Die geschützten Mauereidechsen wurden an einen geeigneten Ersatzstandort umgesiedelt.

Alle Dachflächen und nicht überbauten Tiefgaragendächer werden begrünt, um das lokale Klima zu verbessern. Die Südtangente und alle Quartierstraßen werden mit Baumreihen bepflanzt. Die Neupflanzung von ca. 420 Bäumen gleicht den Verlust bestehender Bäume beim Rückbau der alten Südtangente mehr als aus. Im Zuge der Baumaßnahmen mussten etwa 150 Bäume gerodet werden. 110 großkronige Einzelbäume können erhalten werden.

Erstmals verwirklicht die Stadt Klimaschutzziele für ein ganzes Gebiet. Für alle Büro- und Wohngebäude, die auf den ehemaligen Bahnflächen neu errichtet werden, wird ein Klimastandard vorgeschrieben, der weit über das gängige Maß hinausgeht. Der Energieverbrauch der Gebäude wird mindestens 30 Prozent unter den aktuell gültigen Grenzwerten der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) liegen.

Außerdem soll der Energiebedarf der neuen Gebäude im Glückstein-Quartier so klimaschonend wie möglich gedeckt werden. Die Wärmeversorgung erfolgt durch Fernwärme. Durch die hohen Wärmedämmstandards der neuen Gebäude ist eine Wärmezufuhr auf niedrigem Temperaturniveau ausreichend. Daher kann das 70º C warme Wasser aus dem vorhandenen Fernwärmerücklauf anderer Stadtbezirke für die Beheizung dieser neuen Gebäude genutzt werden. Durch die Ausnutzung der Heizwärme aus dem Fernwärmerücklauf können die CO2-Emissionen deutlich verringert werden.