Allgemein
09.11.2017
Topmeldung

Neuer Glückstein-Park zeigt „klare Kante“

Lindenhof. Der Hanns-Glückstein-Park wird nach seiner Umgestaltung im positiven Sinn „klare Kante“ zeigen. Konsequent haben die Greenbox Landschaftsarchitekten als Preisträger des Planungswettbewerbs das von großen Bäumen und Rasenflächen geprägte „Parkdreieck“ bis hin zur Glücksteinallee ausgeweitet und einen fließenden Übergang zwischen bestehender Bebauung und dem neuen Quartier geschaffen. Alt und Neu werden auch im Park miteinander verwachsen, und es soll grünen und blühen. Dazu wird der bisherige Baumbestand bis April 2018 um 35 Bäume ergänzt. Für Feldahorn, Rot-Eiche, Trompetenbaum und Co. kann gespendet werden. Wer künftig durch den Park spaziert und sich auf einer der komfortablen Holzbänke oder der Sitzmauer am Rande der Rasenterrassen niederlässt, wird sich je nach Jahreszeit an blühenden Bäume oder bunt gefärbten Blättern ebenso erfreuen können, wie an in die Grünfläche integrierten Staudenpflanzungen. Mit 20.000 gegenüber bisher 12.000 Quadratmeter Fläche kann der Park ein deutliches Mehr an Freizeit- und Naherholungswert anbieten. Ein Zugewinn an Aufenthaltsqualität, der den unterschiedlichen Nutzer- und Altersgruppen gleichermaßen zuteilwerden soll.

Der gesamte Park ist stufenlos erreichbar. Entweder über die seitlich auftreffenden Wege oder durch das „Tor zum Park“ gegenüber Lokschuppen und Werkstattgebäude. Den Höhenunterschied von rund 1,5 Meter zwischen neuer Glücksteinallee und den dort gelegenen Stadtvillen nutzen die Landschaftsarchitekten dabei für einen attraktiven, treppenförmig angelegten Haupteingangsbereich mit einer Rampenanlage fürs barrierefreie Entree. Für die Wege wurde anstelle einer wassergebundenen Oberfläche, die insbesondere bei Nässe für Rollstuhlfahrer sowie Parkbesucher mit Rollator oder Kinderwagen schlecht nutzbar ist, ein mit Splitt abgebundener, ganzjahrestauglicher Asphaltbelag gewählt.

Mit Sandfläche sowie Kletter- und Spielangeboten, von denen einige so anspruchsvoll gestaltet sind, dass sie noch im Jugendalter interessant sind, hat man auch bei der Konzeption des stufenlos zu erreichenden Spielplatzes ein breites Altersspektrum berücksichtigt. Zudem wird sich dort ein Karussell drehen, in das auch Kindern im Rollstuhl einsteigen können. Im Park stehen drei ebene Wiesenflächen als multifunktionaler Spiel- und Bewegungsraum allen Generationen zur Verfügung – gerne auch zum Ballspielen, aber eben nicht nur. Denn auf einen speziellen Bolzplatz wurde bei der Neukonzeption mit Rücksicht auf die direkten Anwohner verzichtet. „Öffentliche Ballspielplätze gibt es wie gehabt in der Tunnelstraße, an der Jugendherberge sowie auf dem Pfalzplatz“, informiert Klaus Bernd Schwennen vom Fachbereich Grünflächen und Umwelt.

Last but not least ist die Umgestaltung des Parks ist gut fürs Klima. Da mehr offene, unversiegelte Bodenflächen als bisher entstehen, kann über diese größere Grünfläche mehr Wasser im Erdreich versickern. Durch die Verdunstung kommen die Parkbesucher insbesondere an heißen Sommertagen in den Genuss einer erfrischenden Abkühlung