Allgemein
14.11.2017

Architektur Gewinner-Entwurf zur Gestaltung des Lindenhofplatzes steht fest

Hochbeet und versenkbares Wasserspiel
Präsentiert den Siegerentwurf, der bis 16. November im Mafinex-Foyer in der Julius-Hatry-Straße zu sehen ist: Jörg Michel von "Pola Landschaftsarchitekten". © Tröster

Neue Baumreihen, in deren Schatten Bänke und Bistrotische zum Verweilen einladen, ein schlichter Bodenbelag, der gesäumt von Blumenbeeten eine direkte Verbindung zum Stadtteil, aber auch zum Rheinufer bildet: Der "offene und großzügige Ansatz, mit dem es gelingt, den Bezug zum Hauptbahnhof, der Parklandschaft und dem Zentrum des Vorortes herzustellen", ist einer der Hauptkriterien, mit denen die Jury ihre Entscheidung begründet. Sie hat sich bei einem Architektenwettbewerb zur Gestaltung des Lindenhofplatzes zwischen Südtangente und Glücksteinallee für den Entwurf der "Pola Landschaftsarchitekten" aus Berlin entschieden.

"Mit Platanen, Hochbeeten und einer einfachen, homogenen Pflasterung wollen wir einen grünen Stadtplatz schaffen", erläutert Pola-Architekt Jörg Michel. Dazu soll auch ein Fontänenfeld im Bereich vor dem Viktoriaturm beitragen. Die Düsen des Wasserspiels sind im Boden eingelassen und können jederzeit an- oder abgestellt werden. "Beispielsweise, wenn man für eine Veranstaltung den Platz für Tische benötigt", ergänzt Michel. Schließlich soll es auch genügend Raum für einen Gastronomiebetrieb geben: "Und genügend schattige Sitzgelegenheiten für Anwohner und die Beschäftigten in angrenzenden Betrieben. Auch eine Lärmschutzwand entlang der Südtangente sowie barrierefreie Auf- und Abgänge sind geplant.

"Das war alles sehr knifflig", erklärt Klaus Ellinger vom Fachbereich Stadtplanung, wie kompliziert die Aufgabe für die Architekten war, die an dem Wettbewerb teilnahmen: "Außer dem Viktoriahochhaus sind ja alle umstehenden Gebäude noch in Planung oder Bau. Die Platzwände musste man sich vorstellen." Zudem waren die Vorgaben weit gefasst: "Es sollte eine Visitenkarte, ein repräsentatives Entrée für Mannheim werden, aber auch als Treff zum Verweilen und für die Mittagspause attraktiv sein."

Als einen "weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Glückstein-Quartiers" bezeichnet Wolfgang Miodek vom Fachbereich Wirtschaft- und Kulturförderung die Gestaltung des Platzes. Mit den Arbeiten begonnen werden könne jedoch erst, wenn der Bau der Tiefgarage beendet sei: "Das wird noch mindestens bis Ende 2018 dauern."

© Mannheimer Morgen, Freitag, 10.11.2017